
Das Stadion hat Tribünen für mehr als 15.000 Zuschauer.

Im großen Restaurant der Arena finden rund 900 Personen Platz.

Die „Line-Stühle“ sind in den Funktionärslogen um die einzelnen Tische herum angeordnet. Diese Logen werden von Stabæk, dem Eigentümer der Telenor Arena, an verschiedene Firmen vermietet. Die Räumlichkeiten sind außerdem sehr flexibel.

Kinnarps lieferte auch das Mobiliar für den Arena Fitnessbereich, mit seinem Spa, Fitnessstudio und Rehabilitationsanlagen, das im gleichen Gebäude untergebracht sind.
Ein Ort mit Erlebnischarakter
Zeitlos und elegant. Gleichzeitig auffällig modern und ausgestattet mit funktionalen Einrichtungen und Symbolen, die ein klassisches Ambiente ausstrahlen. Die Telenor Arena außerhalb von Oslo ist das größte Indoor-Stadion Skandinaviens. Es ist für vielerlei Aktivitäten angelegt, erfüllt verschiedene Anforderungen und sieht einer erfolgreichen Zukunft entgegen.
„Heja Stabæk! Heja Stabæk!“ Dieser Ruf wird häufig von der wogenden Zuschauermasse um den Kunstrasenplatz der Telenor Arena zu hören sein. Ab Beginn der neuen Saison wird der norwegische Fußballmeister von 2008 hier seine Heimspiele bestreiten. Wo sonst sollten sie ihren Rekord verteidigen? Es wäre schwer, einen schöneren und geeigneteren Platz zu finden. Das neue Stadion steht auf dem ehemaligen Flugplatz Fornebu, genau westlich von Oslo und auf seiner Tribüne finden mehr als 15.000 Zuschauer Platz. Wenn das Gras abgedeckt wird, verwandelt sich das Stadion in eine Konzerthalle. Bei der Premiere im Februar spielten die australischen Rocker AC/DC vor 23.000 Fans.
In dem Teil, der die südliche Seite des Fußballfeldes flankiert, sind Büros, Konferenzeinrichtungen, Restaurants und Bars untergebracht. Außerdem finden sich hier Logen für Funktionäre, Presseräume, VIP-Lounges sowie die Umkleidekabinen für die Teams und ein ärztliches Behandlungszimmer neben Kartenschaltern, Kiosken und Warteräumen. Es gibt außerdem ein separates Fitnesszentrum mit Spa, Fitnessstudio und Gesundheitsbereich. Das Mobiliar ist überall unverwechselbar: Kinnarps, Materia, Skandiform.
Aufwerten großartiger Erfahrungen
Als es vor zwei Jahren um die detaillierten Planungen für die Telenor Arena ging, wurde ein Designteam zusammengestellt, dem auch der Architekt Tord Kven und Line Jessen von der Werbeagentur Alle Gutta angehörten. Ein Jahr später stieß der Innendesigner Thomas Næss zum Team. Line Jessen wurde mit der Projektleitung beauftragt: Das war eine große Aufgabe und erforderte Koordinierung.
Sowohl sie als auch Thomas Næss, betonen die Wichtigkeit des Projektteams. Sämtliche Entscheidungen wurden sorgfältig geprüft, bevor sie dem Kunden, d. h. dem Management von Stabæk, vorgelegt wurden.
„Im Designteam begannen wir, den Charakter des Gebäudes zu formulieren. Es sollte natürlich mit Fußball zusammenhängen. Das Stadion befindet sich jedoch an einem historischen Standort und wir wollten in gewisser Weise das Ambiente eines Flugplatzes bewahren“, erklärt Line Jessen.
Thomas Næss führt weiter aus:
„Unser Motto war einfach: Hier sollte ein Ort mit Erlebnischarakter entstehen ! Die Telenor Arena ist ein Gebäude im Bauhausstiel, schlicht und auf die Funktion reduziert und mit offenen Konstruktionen.“
Bei der Planung fanden zahlreiche individuelle Variationen ihren Einzug. Eines der Dinge, denen die Eigentümer zustimmten, war die Verkleidung der Innenwände mit vernieteten Aluminiumplatten. Das Ergebnis erinnert an einen Flugzeugrumpf. Zufälligerweise wurden bei Flugzeugen jahrelang Gestaltungsmittel verwendet, die denen im Sport erstaunlich ähnlich sind: eine gewisse maskuline Robustheit, die pure Kraft ausdrücken soll. Daher ähneln die Ziffern und Buchstaben auf Trikots und Druckwerken den Symbolen auf Flugzeugen.
„Wir haben unsere eigene Schriftart bestellt. Sie hat klare Konturen und eine spezielle Einfassung, die die richtigen Assoziationen hervorruft. Sie heißt Stratum 2 und wird auf sämtlichen Informationsschildern und Bannern verwendet. Dies gibt dem Stadion einen thematischen Zusammenhang und verleiht seiner Atmosphäre einen besonderen Charakter“, erklärt Line Jessen.
Auch die Wanddekoration ist vollständig abgestimmt. Entlang der Wände verlaufen Tafeln mit Porträts und stilistischen Studien von Fußballspielern, unterbrochen durch Fotos von Zuschauern. Diese Tafeln lassen sich zwischen zwei Saisons, oder bei wechselnden Spielern leicht auswechseln.
Line, Thomas und die vier weiteren Mitglieder des Designteams wollten, dass der Fußboden an Beton erinnert und überzeugten den Kunden erfolgreich von der Verwendung eines Gummibelags anstelle von Vinylteppichen. Die Fensterreihen der zwölf Logen lassen sich vom Boden bis zur Decke, zur Arnea hin öffnen – dank der beharrlichen Argumentation des Designteams.
Blauschattierungen
Die Farben von Stabæk waren hingegen vorgeschrieben. Die beiden Blauschattierungen, die in den Streifen der Teamtrikots wiederholt werden, waren eine Vorgabe für das Innendesign. Sie finden sich in den dänischen und schwedischen Stoffen an Gegenständen wie Sofas und Polsterstühlen wieder. Die Wände und die Stadiontribünen mit ihren Klappsitzen sind in verschiedenen Grautönen gehalten. Die Farben sind auf äußerst subtile Weise zusammengestellt und bilden das Ergebnis umfangreicher vorheriger Tests.
„Ein ebenso wichtiger Faktor war ein zeitloses Design. Sämtliches Mobeliar sollen auch in zehn Jahren noch modern anmuten“, hofft Thomas Næss.
Genau hier kam Kinnarps ins Spiel. Die Telenor Arena verfügt über 800 Pompidoo- und mehr als 200 Giro-Stühle sowie über 60 Mayflower- und fast 400 weiteren Barstühlen (Jefferssons, Turner und Plint), beinahe 250 Viper-Tische und vieles mehr – einschließlich Schreibtischstühle, Schreibtische, Schränke und Kleiderständern. Die Investition für die Mobelierung des Stadions beträgt umgerechnet mehr als 926.000 EUR.
Das Mobiliar wird über ein gemeinsam erreichtes Leasingabkommen finanziert. Diese Finanzierungsweise kam der Telenor Arena voll und ganz entgegen, da das Projekt in der Anfangsphase dadurch eine geringere Investition darstellte. Durch die Funktionalität des Möbeliar wollte man die Flächeneffizienz optimieren. Das Ergebnis zeigt dass dadurch keine beengten Bürobereiche entstehen. Die Funktionärslogen mit Blick auf die Arena werden an verschiedene Unternehmen vermietet. Line Jessen und Thomas Næss haben sich in vielen von ihnen für eine hohe Sitzanordnung mit hohen Tischen und Stühlen entschieden, so dass sie um einiges größer und so ebenfalls luftiger wirken als sie tatsächlich sind und einen besseren Blick auf das Spielfeld, oder die Konzerthalle ermöglichen. Stühle mit Rückenlehnen wurden aufgrund der Bequemlichkeit bevorzugt. Zwei Stuhlmodelle standen zur Auswahl, mit denen eine neue Stuhlkombination gefunden werden konnte.
Turner-Sitze wurden nach der Einverständniserklärung der Designer auf den Rahmen des anderen Stuhlmodells montiert - der neue „Line“-Stuhl.
„Charakter“, „Zeitlosigkeit“ und „viel Funktion auf kleiner Fläche“. Sowohl Fußballfans als auch Hardrocker sollten sich hier zuhause fühlen. Konferenzteilnehmer versammeln sich in Räumlichkeiten, die zur kreativen Diskussion anregen, Geschäftsleute treffen hier ihre Kunden und Familien mit Kindern können herkommen und sich Heimspiele ansehen. Daher musste die Umgebung sowohl strapazierfähig als auch einladend sein. Das Ergebnis - die Telenor Arena - wird jedem gerecht.
Lotta Jonson