Materia, Klaessons und Skandiform

"Das Design von Materia ist eher spielerisch und experimentell. Klaessons dagegen hat eine traditionellere und eher maskuline Ausstrahlung“, erklärt Fredrik Ehrnström, Leiter der Abteilung Verkauf und Marketing bei Marteria.Klaessons AB. Wenn man innerhalb einem Unternehmens mit zwei völlig verschiedenen Marken arbeitet, muss man sie sorgfältig getrennt halten. Es ist wichtig, dass Design und Marketing ihre jeweiligen Identitäten klar zum Ausdruck bringen. Fredrik Ehrnströms Begeisterung erwacht bei diesem Thema:

Wir sagen gerne, dass Klaessons mit seinen etablierten Modellen und bekannten Designern für europäische Eleganz steht. Im Gegensatz dazu will Materia experimentell sein, und engagiert junge, aufregende Designer, um ihre neuen Ideen zu realisieren. Wir haben zum Beispiel jetzt einen echten Blickfang entwickelt, eine "identitätsstiftende“ Sitzgelegenheit, bekannt als Praline Noir. Letztes Jahr haben wir Märta Frimans Tisch Ava herausgebracht und Fronts Papierkorb Bin, der sich ausdehnt, je mehr er gefüllt wird.

Praline Noir ist eine Mischung aus einem Sofa und einer Bank, ein gepolstertes Möbelstück für unkonventionelles Sitzen - exklusiv und einzigartig. Die Knöpfe machen sind das besondere Detail: Keine Praline ist exakt identisch mit einer anderen. Aber Materia arbeitet auch viel zurückhaltender und in reinem Stil, zum Beispiel beim Zubehör wie Hutablagen, Kleiderhaken und Schirmständern.

Das Klaessons Label steht für eine kohärentere Linie als das von Materia. Der Schwerpunkt liegt auf Einrichtung für Besprechungs- und Konferenzräumen. Unter den diesjährigen Neuheiten sind Vertreter der Mayflower Serie - ein Barhocker und eine Bank - entworfen von Lars Pettersson und Thomas Bernstrand, sowie der Stuhl Mooses, gestaltet von den Veteranen Simo Heikkilä und Yrjö Wiherheimo.

"Wir haben Walkfilz verwendet, der extrem strapazierfähig ist“, erklärt Fredrik Ehrnström. "Ich halte große Stücke auf Mooses. Er hat einen Hauch von Internationalität und ist aus ganz einzigartigen Materialien hergestellt.“

Langfristiges Design bei Skandiform

"Eine langfristige Perspektive und ein klarer Fokus sind die Kernaspekte unseres innovativen Programms”, sagt Magnus Gårdhed, Geschäftsführer der Skandiform AB. ”Das bedeutet langfristiges Denken auf mehreren Ebenen; wir halten gerne an den Designern fest, mit denen wir gut zusammenarbeiten. Und einige der Einrichtungsstücke sind seit fast fünfzig Jahren Teil unseres Sortiments.“

Skandiform hat zwei Geschäftssektoren: Contract und Care.

Rund zehn Neuheiten wurden bei der Stockholmer Möbelmesse im Februar für beide Programme
präsentiert.

"Für jeden Sektor haben wir verschiedene Herangehensweisen. Care bietet Einrichtung, die sich an Kunden aus dem Gesundheitswesen, ganz einfach aus jeder Art von Pflege, wendet. Die Serie erfüllt die besonderen Anforderungen an Sitzhöhen und allgemeinen Komfort. Die Funktion muss hier das Design bestimmen. Innerhalb unseres Programms Care haben wir gerade Woodstock herausgebracht, einer neuen umfassenden Serie, die aus verschiedenen Typen von Stühlen, Sesseln, Sofas, Tischen und Aufbewahrungseinheiten besteht. Im Gegensatz dazu ist Design ein wichtigerer Faktor in unserer Serie Contract.

"Das Konzept modularer Einrichtung passt gut zu unserem Produktionsprozess“, findet Magnus Gårdhed. Wir möchten, dass unsere Kunden uns ihre Vorlieben so weit wie möglich mitteilen, so dass wir verschiedene Elemente auswählen und exakt nach ihren Wünschen zusammenstellen können. Auf diese Weise bekommt jeder sein einzigartiges Einrichtungsprogramm.“

Hohe Flexibilität ist vor allen Dingen charakteristisch für Playtime, eine Neuheit aus dem Programm Contract. Jonas Lindvall, der regelmäßig für Skandiform Entwürfe macht, hat in einer Reihe von Ausführungen mit den Abmessungen und der Farbgebung gespielt.

"Das zweite neue Sofa im Contract Programm, Concorde genannt und von Mattias Ljunggren entworfen, ist vielleicht ein bisschen konventioneller“, sagt Magnus Gårdhed. Aber es ist eine ständige Herausforderung, markantes Design für verschiedene Vorlieben zu entwickeln.

LOTTA JONSON