YOUR BODY. OUR CONCERN.

Sie haben nur diesen einen Körper. Das ist unser Anliegen.

KLEINE SCHRITTE FÜR EINE GROSSE ENTWICKLUNG

Schon seit der Gründung 1942 lag Kinnarps das Thema Ergonomie sehr am Herzen und hat seitdem all unser Handeln vom benutzerfreundlichen Design bis zu zielgerichteten ganzheitlichen Präzisionslösungen mitbestimmt. Es war Jarl Andersson, der sich den Ergonomiegedanken auf die Fahne geschrieben hatte. Als Erfinder suchte er stets nach den kleinen Details, die den großen Unterschied ausmachen. Er sorgte schon zu Beginn der 1950er Jahre dafür, dass Kinnarps – als einer der ersten Innovatoren bei der Massenproduktion von Möbeln – die Zusammenarbeit mit Ergonomen begann. Im Folgenden zeigen wir eine Übersicht der wichtigsten Jahre in der Entwicklungsgeschichte der ergonomischen Lösungen von Kinnarps.

In den letzten Jahren ist die Entwicklung und das Angebot an ergonomischen Lösungen explodiert. Heute finden Sie mit Unterstützung von Kinnarps nachhaltige Alternativen für die meisten Arbeitsumfelder. Die aktuelle und die zukünftige Arbeitswelt bringen viele Herausforderungen mit sich, doch wissen wir, dass Design und Ergonomie zunehmend eine Symbiose eingehen. Dadurch wird es einfacher, ergonomische Produkte zu finden, die das Wohlbefinden am Arbeitsplatz fördern. Weiterhin können wir darauf vertrauen, dass Jarl Anderssons Erbe und sein Streben nach Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit im modernen Kinnarps weiterlebt und von allen Mitarbeitern gelebt wird.

KLEINE SCHRITTE FÜR EINE GROSSE ENTWICKLUNG
WORTEN TATEN FOLGEN LASSEN

ERGONOMIE BETRIFFT DEN GESAMTEN MENSCHEN – UND AUCH DAS GESAMTE UNTERNEHMEN. ZUMINDEST TRIFFT DAS AUF KINNARPS ZU. DA VON DER ENTWICKLUNG ÜBER DIE PRODUKTION UND DEN VERKAUF VON INNENEINRICHTUNGSLÖSUNGEN BEI KINNARPS ALLES UNTER EINEM DACH STATTFINDET, SIND WIR EIN GROSSES UNTERNEHMEN MIT VIELEN ARBEITSPLÄTZEN. DOCH WIR HABEN MINDESTENS DIE GLEICHEN HOHEN ANFORDERUNGEN AN ERGONOMIE WIE ANDERE UNTERNEHMEN, WENN NICHT HÖHERE!

GANZHEITLICHE ERGONOMIE

GANZHEITLICHE ERGONOMIE

Heutzutage ist die ergonomische Arbeit bei Kinnarps mehr auf Wohlbefinden als auf Möbel ausgerichtet. Mit individuell angepassten Arbeitsumfeldern legen wir den Fokus auf die Menschen.

Ergonomie ist wesentlich mehr als nur richtiges Stehen, Tragen und Sitzen. Für uns bei Kinnarps bedeutet Ergonomie in erster Linie Wohlbefinden am Arbeitsplatz – für Seele, Geist und Körper. Wir wissen aus Erfahrung, dass es an einem Arbeitsplatz immer (mindestens) so viele Bedürfnisse wie Mitarbeiter gibt. Daher ist unser Ausgangspunkt jedermanns Individualität.

Wir sind Spezialisten in der Schaffung von Umgebungen, die Wohlbefinden in jeder Hinsicht fördern. Mit der Verwendung flexibler Lösungen, innovativer Technologien und intelligenter Kombinationen von Stühlen, Tischen, Beleuchtung, Farbmustern und Schallisolierung schaffen wir ganzheitliche ergonomische Lösungen, die auf die Anwender individuell zugeschnitten sind. Flexibilität, Mobilität und Abwechslung sind die Schlüsselwörter für das, was uns am wichtigsten ist: Die Arbeitsplätze unserer Kunden mit Gesundheit „ausstatten“!

WORTEN TATEN FOLGEN LASSEN

ERGONOMIE BETRIFFT DEN GESAMTEN MENSCHEN – UND AUCH DAS GESAMTE UNTERNEHMEN. KINNARPS ENTWICKELT, PRODUZIERT UND VERTREIBT INNENEINRICHTUNGEN, IST ABER AUCH GLEICHZEITIG SELBST EIN EINZIGER GROßER ARBEITSPLATZ. MIT HÖHEREN ANFORDERUNGEN AN DIE ERGONOMIE ALS DIE MEISTEN ANDEREN!

JA, ICH GLAUBE, UNSERE AMBITIONEN SIND IN DER TAT EHRGEIZIGER als die anderer Unternehmen, wenn es um Ergonomie geht“, sagt Produktionsleiter Anders Hermansson. „Wenn überhaupt jemand, dann wissen wir am besten, wie wichtig die Ergonomie ist, damit sich die Menschen wohl fühlen und gute Arbeit leisten können.“

Dieser ehrgeizige Selbstanspruch durchdringt den gesamten Prozess – von der Produktion bis zur Auslieferung an den Kunden. Im Kinnarps-Werk in Jönköping wurde kürzlich erst eine neue Linie für die Stuhlgestell-Montage in Betrieb genommen. Die Gestelle kommen an der Montagestation automatisch im richtigen Winkel an, so dass anstrengende und Rückenschmerzen verursachende Arbeitshaltungen für die Mitarbeiter vermieden werden. Dies ist ein typisches Beispiel für die systematische Arbeit bei Kinnarps, wo Ergonomie alles betrifft.

ENTWICKLUNG FORTSETZEN
Manche Bereiche des Kinnarps-Werks verfügen über höhenverstellbare Böden, so dass jeder Mitarbeiter seine Aufgaben trotz unterschiedlicher Körpergrößen in der ergonomisch richtigen Arbeitshöhe erledigen kann. Die Mitarbeiter können selbst entscheiden, ob sie an ihrer Arbeitsstation sitzen oder stehen wollen. Die Beleuchtung ist so geplant, dass weder Schatten noch Blendeffekte entstehen. Der Geräuschpegel lässt eine normale Gesprächslautstärke zu und die leicht zugänglichen Werkzeuge sind allesamt an die jeweilige Arbeit angepasst. Zweihandbedienung beugt Einklemmgefahren vor und alle schweren manuellen Hebeaufgaben wurden durch maschinelle Lösungen ersetzt.

Anders Lundahl ist zufrieden.
„Ja, ich bin insoweit zufrieden, als dass das Produktionsumfeld sehr gut gelungen ist. Dennoch gibt es noch viele Dinge, die weiter verbessert werden können. Wir setzen unsere Bemühungen in der Weiterentwicklung unserer ergonomischen Lösungen fort und lassen unseren Worten Taten folgen.“

FARBIG

FÜR INDIVIDUELL ENTWORFENE BÜROS ZEIGT DAS TRENDBAROMETER STEIL NACH OBEN. UND DIES ZU RECHT, DENN VON INDIVIDUELL GESTALTETEN BÜROS PROFITIERT UNTER ANDEREM UNSERE KREATIVITÄT UND UNSER WOHLBEFINDEN AM ARBEITSPLATZ. DIE MÖG-LICHKEITEN FÜR INDIVIDUELLE ARBEITSPLÄTZE SIND NUR DURCH UNSERE ANFORDERUNGEN UND UNSERE VOR-STELLUNGSKRAFT BEGRENZT. MIT AUFGESCHLOSSENHEIT UND FARBLICH ABGESTIMMTEN INNENEINRICHTUNGEN AUS KINNARPS GROßEM SORTIMENT ERGONOMISCHER MÖBEL MÖCHTEN WIR SIE ZU EINEM POSITIVEN  WANDEL INSPIRIEREN.

FUNCTIONAL FOOD

Das Interesse an Functional Food – Nahrungsmittel, die die Körperfunktionen optimieren – steigt rasant an. Wir haben uns mit Anneli Hallberg getroffen. Sie ist Köchin, Gesundheitscoach und Personal Trainer, die uns mehr darüber erzählt, wie wir unser Wohlbefinden steigern können.

Der Begriff „FUNCTIONAL FOOD“ wurde in den 1980er Jahren in Japan geprägt. Kurz gesagt, bedeutet es, sich mit Lebensmitteln zu ernähren, die dem Körper wirklich das liefern, was er (jeweils) benötigt.

„Oft vergessen wir, dass unsere Nahrung unsere Körperzellen und Muskeln sowie unser Herz und Gehirn für ein optimales Funktionieren ohne Komplikationen versorgen sollte“, erläutert Hallberg. „Wir wollen gesund sein und ohne Einschränkung funktionieren, doch konsumieren wir Nahrung, die unserem Körper nicht das liefert, was er benötigt.“

Weit verbreite Beispiele für Functional Food sind Milchprodukte mit verdauungsförderlichen Bakterienkulturen, ballaststoffreiche Back- und Teigwaren (Brot und Pasta) sowie Margarinen mit hohem Anteil an gesundheitsfördernden Omega-3-Fettsäuren. Das „Hinzufügen von Funktionalität“ auch eine gute Möglichkeit, mehr Produkte zu verkaufen. Hülsenfrüchte, Nüsse, Obst und Gemüse sind herausragende Beispiele für natürliches Functional Food.

PLANEN SIE IHRE ERNÄHRUNG
Die Eckpfeiler einer guten Ernährung sind: Regelmäßige Mahlzeiten, vor allem das wichtige Frühstück, mit viel Obst und Gemüse; Wasser trinken. Zucker, Halbfertignahrung und Alkohol einschränken. Verzehr von Obst und Gemüse erhöhen, dafür Fleisch und schnelle Kohlenhydrate reduzieren.

„Eine gesunde Ernährung ist eine Frage der (richtigen) Planung. Wenn Sie sich dreißig Sekunden Zeit nehmen, um zu überlegen, was Sie am nächsten Tag essen werden, fällt es Ihnen leichter, sich an den Plan zu halten.“

HÖREN SIE AUF IHREN KÖRPER
Informationen zu Functional Food finden Sie im Internet oder fragen Sie eine/n Ernährungs- und Diätberater/in. Hallberg ermuntert auch Jeden dazu, auf die Signale des eigenen Körpers zu achten.
„Man selbst weiß am besten, welche Nahrung gut für einen ist – wenn man lernt, seinen Körper wahrzunehmen. Achten Sie bei der Ernährung immer darauf, wie Sie sich körperlich bzw. innerlich fühlen, welche Lebensmittel Sie bei Laune halten und überdenken Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten. Dann sind Sie auf dem richtigen Weg.“

TRAINING FÜR FITNESS

Für Ihr körperliches Wohlbefinden bedarf es etwas mehr als ergonomische Möbel. Die fitnessbegeisterte Physiotherapeutin Angelica Bauer kennt am besten die täglichen Übungen, die wirklich etwas bringen.

Es sind die kleinen Veränderungen in unserem Alltag, die große Wirkungen haben, so Angelica Bauer. So bildet die Einführung neuer Routinen zusammen mit Planung und Beständigkeit eine aktive Entscheidung für eine bessere Gesundheit. Effektiv gemäß dem Prinzip „wenig Aufwand, große Wirkung“, aber auch kosteneffektiv in Bezug auf die investierte Zeit. Denn jede tägliche Übung ist einfach (und das soll sie auch sein) – sowohl hinsichtlich der Umsetzung als auch der dafür benötigten Zeit.

„Fahren Sie mit dem Rad zur Arbeit, steigen Sie eine Haltestelle früher aus dem Bus und laufen Sie den restlichen Weg oder machen Sie einen kleinen Spaziergang in der Mittagspause. Tauschen Sie den Nachmittagskaffee gegen ein paar Minuten an der frischen Luft und benutzen Sie die Treppen statt dem Aufzug. Wenn Sie im Sitzen arbeiten, stehen Sie in regelmäßigen Abständen auf.“ Um in der Mittagspause den Kopf frei zu bekommen, empfiehlt Angelica Bauer Intervall- oder Zirkeltraining.

„Es ist kurz und intensiv, aber dennoch eine gute Übung, die alles vereint. Durch Intervalltraining wird der Körper schlagartig aktiviert und es liefert nach kurzer Zeit schon Ergebnisse, solange Sie alles geben und sich wirklich verausgaben. Als Anfänger beginnen Sie langsam, doch scheuen Sie sich nicht, sich selbst herauszufordern. So werden Sie und Ihre Kondition besser und Sie erhalten sichtbare Resultate. Die anderen Vorteile eines aktiveren Alltags werden deutlich früher spürbar.“

Der Körper als wichtigstes Werkzeug
FUNCTIONAL FOOD
„MANCHMAL VERGESSEN WIR, DASS MAN IST, WAS MAN ISST.“
TRAINING FÜR FITNESS
VOM BÜROTISCH ZUM SITZSACK

Der Körper als wichtigstes Werkzeug

Ergonomie kann Ihr Potenzial am besten entfalten, wenn unser Arbeitsumfeld individuell anpassbar ist, so dass optimale Ergebnisse für uns sowie für die zu erledigenden Aufgaben möglich sind. Dazu müssen wir aber zunächst etwas über unseren einzigartigen Körper erfahren. Dies verrät uns Lena Lehmann, Ergonomin und ausgebildete Physiotherapeutin.

BEWEGUNG
Wir Menschen sind in jeder Hinsicht für Bewegung konzipiert und unsere Funktionen – vom Nerven- zum Verdauungssystem – hängen davon ab, dass wir uns bewegen. Daher müssen wir ergonomische Arbeitsumfelder mit flexiblen und anpassbaren Arbeitswerkzeugen und Möbeln schaffen, die den Rahmen für körperliche Aktivität bieten.

ERHOLUNG
Erholung ist genauso wichtig wie Aktivität. Es reicht nicht aus, ein paar Wochen Urlaub im Jahr zu haben – wir müssen regelmäßig aktiv und bewusst Pausen einlegen: Auf (An-)Spannung folgt Entspannung und umgekehrt. Ein gutes Arbeitsumfeld schafft die nötigen Bedingungen für Erholungsmöglichkeiten in den jeweiligen Arbeitsschichten.

DER RÜCKEN
Die anatomische Doppel-S-Struktur der Wirbelsäule sollte beim Sitzen weitestgehend beibehalten werden. Dies können wir zum Beispiel mit ergonomisch geformten Stühlen erreichen und durch wechselnde Arbeitspositionen zwischen Sitzen und Stehen.

NACKEN UND SCHULTERN
Eine gute Ergonomie für Nacken und Schultern bedeutet, dass Umfelder geschaffen werden, in denen man mit entspanntem Nacken- und Schultergürtel arbeitet, regelmäßig Pausen möglich sind und die Arbeitshaltungen variiert werden können, um die Blutzirkulation anzuregen. Außerdem sollte ein ergonomisches Umfeld angenehm eingerichtet und beleuchtet sein. Das richtige Möbeldesign und individuelle Anpassungsoptionen machen eine vorteilhafte Gewichtsverteilung möglich.

HÄNDE UND ARME
Büroarbeit ist im Allgemeinen keine schwere Arbeit, beinhaltet aber häufig Wiederholungen derselben kleinen Bewegungen von Händen und Unterarmen im Lauf eines Arbeitstages. Diese Art einseitiger Überlastung lässt sich mit guten Arbeitswerkzeugen und von Zeit zu Zeit veränderter Arbeitshaltung verhindern.

VOM BÜROTISCH ZUM SITZSACK

HEUTZUTAGE GIBT ES SO VIELE ARBEITSWEISEN WIE ES MITARBEITER GIBT UND UNTERSCHIEDLICHE GENERATIONEN STELLEN UNTERSCHIEDLICHE ANSPRÜCHE AN IHRE ARBEITSUMFELDER. DER IDEALE ARBEITSPLATZ MUSS KREATIVITÄT UND FLEXIBILITÄT STIMULIEREN – OHNE DAFÜR BEI DER ERGONOMIE ZU SPAREN!

FRÜHER EINMAL WURDEN BÜROS NUR MIT BÜROTISCHEN, robusten Bürodrehstühle und ovalen Konferenztischen eingerichtet, man kannte keine andere Möglichkeit. Auch heute sehen viele Arbeitsplätze noch so aus, aber viele von uns verrichten jedoch heutzutage ihre Arbeit genauso gut auf einem Sofa oder Sitzsack. Die meisten Menschen stimmen zu, dass eine abwechslungsreiche Büroumgebung für die Kreativität wahre Wunder wirkt. Einige der weltweit größten und am schnellsten wachsenden Unternehmen, wie Google, Microsoft und Spotify, haben sich mit ihren nonkonformen, „verrückten“ Büros mit Hängematten, TV-Games und Tischtennisplatten einen Namen gemacht.

Jane Ahlin, Ergonomin bei Ergo@Work und Vorsitzende der Swedish Ergonomics & Human Factors Association empfiehlt allerdings nicht, gleich alle Arbeitstische zugunsten von Polsterecken und Bällebädern zu entfernen. Wie aus der gemeinsamen Studie von Kinnarps und United Minds hervorgeht, wünschen sich vier von fünf Büroarbeitern ergonomische Arbeitsmöbel. Vier von zehn arbeiten jede Woche im Stehen und jeder Zweite sucht Hilfe bei einem Ergonomen. Die Ansichten zu Arbeitsumfeldern sind von Generation zu Generation unterschiedlich: Die älteste und naturgemäß traditionellste Generation legt zentralen Wert auf Ergonomie, Ruhe und wenig Stress bei der Arbeit. Von den 51- bis 69-Jährigen Büroarbeitern stufen 76 Prozent ein eigenes Büro als wichtig ein, während dies gerade mal für weniger als die Hälfte der 15- bis 35-Jährigen von Bedeutung ist.

Aber auch in dieser Gruppe erkennt man zunehmend die Bedeutung der Ergonomie, glaubt Ahlin:„Ich denke, der Unterschied war mal größer. Jüngere fühlten sich ‚unverwundbar’, doch inzwischen haben Sie eine andere Sichtweise. Viele dieser Jugendlichen hatten Anzeichen von Muskelschwäche oder kannten zumindest andere, die davon betroffen waren und so wurden sie für diese Thematik sensibilisiert.“

„Das Geheimnis ist, stets die Menschen, unser Leben und das, was wir tun, im Auge zu behalten.”

FOKUS AUF DEN MENSCH DER ZUKUNFT

Welche Rolle spielt das Design des Arbeitsplatzes für unsere Kreativität? Der Verhaltensforscher und Ergonomiewissenschaftler Rob Stuthridge weiß genau, wie wichtig es ist, den Fokus auf die Menschen zu richten.

Wir bewegen uns von einem vorhersehbaren und kontrollierten Arbeitsleben hin zu einem Arbeitsleben, das von Veränderung geprägt ist. Um in diesem neuen, unvorhersehbaren – aber auch freieren – Arbeitsleben zu bestehen, müssen sich Menschen sowie Organisationen und die Gesellschaft als Ganzes der aktuellen Entwicklungen gewahr sein.

„Menschen sind von Natur aus kreativ und innovativ, doch bietet uns unsere Arbeit nur mehr oder weniger gute Gelegenheiten, einen Abnehmer für diese Qualitäten zu finden. Die wenigsten Entfaltungsmöglichkeiten sind an Arbeitsplätzen zu finden, die von Kontrolle, Routine und Angst vor Veränderungen gekennzeichnet sind“, erläutert Stuthridge.

UNSICHERHEIT IST GUT FÜR DIE ENTWICKLUNG
Er glaubt, dass die physische Umgebung häufig ein Spiegel der Arbeitsplatzkultur ist. Sie kann die Kreativität hemmen oder fördern und der Organisation bei der Entfaltung ihres gesamten Potenzials eine Hilfe oder ein Hindernis sein. Die erfolgreichsten Organisationen nehmen Veränderungen an, ermutigen zu neuen Denkansätzen und setzen Design ein, um Diskussionen, Ideenreichtum und Entwicklungen zu fördern.

FÜR HERZ UND HIRN
Die Unternehmer der Zukunft müssen verstehen, dass wir Ergonomie nicht nur als die Art und Weise des Sitzens, Stehens und des Tragens von Lasten verstehen, sondern einen ganzheitlichen Denkansatz zugrunde legen, der Menschen, Organisationen und Technologien mit einbezieht. Die physische Gestaltung des Arbeitsplatzes ist ein wichtiges Werkzeug, um das Potenzial des Einzelnen voll auszuschöpfen.

„Ein gutes Arbeitsumfeld sollte sowohl Herz als auch Verstand ansprechen. Arbeitsplätze müssen – ohne Einschränkung ihrer Funktion – den Menschen als Ausgangspunkt haben: Wer hat welche Fähigkeiten – als Einzelner und im Team? Wir müssen personenzentrierte Arbeitsplätze schaffen, wo die Arbeit an die Bedürfnisse des Einzelnen angepasst wird statt umgekehrt.“

BÜROART, GESUNDHEIT UND LEISTUNG
FOKUS AUF DEN MENSCH DER ZUKUNFT
FUNKTION, ÄSTHETIK UND NACHHALTIGKEIT

DER ZUSAMMENHANG ZWISCHEN BÜROART, GESUNDHEIT UND LEISTUNG

Wir alle wissen, wie das Arbeitsumfeld unsere Stimmung, das Wohlbefinden und die Qualität unserer Arbeit beeinflusst. In seiner Dissertation untersucht Aram Seddigh, wie Büroart, Gesundheit und Leistung untereinander zusammenhängen.

IMMER MEHR MENSCHEN erbringen ihre Tage in Büroumgebungen. Das bedeutet, dass immer mehr Menschen Erfahrungen und Ansichten zu verschiedenen Büroarten haben. Subjektives Glauben und Vermuten ist eine Sache. Eine andere, bessere ist es, objektiv zu messen, in welchen Umgebungen wir uns tatsächlich am besten fühlen und arbeiten. Dies hat Aram Seddigh in seiner am Department of Psychology of Stockholm University eingereichten Doktorarbeit „Office type, performance and well-being“ (dt. Büroart, Leistung und Wohlbefinden) umgesetzt. In seiner umfangreichen Arbeit untersucht er unter anderem, ob sich verschiedene Büroarten auf die Gesundheit und Leistung der Mitarbeiter auswirken – und wenn, auf welche Weise dies geschieht.

DER MYTHOS VOM EIGENEN RAUM ALS BESTE LÖSUNG
„Viele glauben, dass ein eigenes Büro immer das Beste für sie ist, wenn aber die Realität gemessen wird, ist der Unterschied im Vergleich zu anderen Büroarten nicht groß. Kognitive Gedächtnistests zeigen, dass sich Mitarbeiter in Zellenbüros häufiger ablenken lassen, während ihre Kollegen in kleinen oder mittleren Bürolandschaften besser mit Ablenkungen umgehen. Mögliche Ursachen dafür sind, dass Letztere gelernt haben, trotz Ablenkungspotenzial konzentriert zu bleiben oder dass Einzelbüros nicht richtig genutzt werden.“

UNTERSUCHUNG GRÖßERER FLEXIBILITÄT
In der heutigen Zeit hat Bürodesign weniger mit Möbeln zu tun, sondern vielmehr mit einer ganzheitlichen Perspektive auf die Prozesse und Arbeitsmethoden innerhalb einer Organisation. In seiner weiteren Forschung konzentriert sich Aram Seddigh darauf, wie wir von flexiblen und aktivitätsbasierten Büros beeinflusst werden. Die langfristigen historischen Trends entwickeln sich seit langem in Richtung flexiblere Lebens- und Arbeitsweisen und diese Entwicklung hält weiter an.

„Die Entscheidungsfreiheit, die aktivitätsbasierte Büros ermöglichen, kann sich positiv auf die Mitarbeiter auswirken. Es vermittelt ein Gefühl von (selbstständiger) Kontrolle und führt zu gesteigertem Wohlbefinden und effektiverer Arbeit. Mehr Entscheidungsfreiheit stellt aber auch neue Anforderungen an die Selbstführungskompetenz(en) in der Organisation. Beim Übergang von Einzelbüros zu einem aktivitätsbasiertem Büro zum Beispiel muss das Management einen gut funktionierenden Übergangsprozess entwickeln, der die Mitarbeiter involviert und ihnen ermöglicht, sich einzubringen. Dies ist eine sichere Möglichkeit zur Förderung von Gesundheit und Leistung.“

FUNKTION, ÄSTHETIK UND NACHHALTIGKEIT

Laut dem Architekten Giuseppe Boscherini betrachten Architekten Ergonomie häufig eher als ein notwendiges Übel denn als eine kreative Gelegenheit. Er möchte die Architektur besser mit dem Alltagsleben der Menschen in Einklang bringen und erreichen, dass die ergonomische Perspektive in die Wahrnehmung der Designer integriert wird.

Architektur wird definiert als die Interaktion zwischen Funktion, Ästhetik und Nachhaltigkeit. Die Diskussion darüber, was dabei die Schwerpunkte sein sollen, ist mindestens 2.000 Jahre alt und auch heute noch relevant. Wenn das Thema Ergonomie in die Gleichung aufgenommen wird, stellt sich die Frage andersherum. Sollten sich Architekten der Ergonomie beugen bzw. sollte die Architektur von der Ergonomie geleitet werden oder können die verschiedenen Elemente in Wechselwirkung zueinander stehen und sich sogar gegenseitig stärken?

„Für mich gibt es keinen Widerspruch zwischen ‚guter Architektur’ und ‚guter Ergonomie’. Ganz im Gegenteil – ich würde sogar sagen, sie sind eng miteinander verbunden und beide haben den Menschen als Ausgangspunkt. Im Grunde geht es also bei Architektur und Ergonomie um dasselbe“, fasst Boscherini zusammen.

DEN MENSCHEN IM AUGE BEHALTEN
Giuseppe Boscherini möchte erreichen, dass Gebäude und Inneneinrichtungen eine klare Verbindung zu der Lebensweise haben, wie sie die Menschen heute kennen, inklusive hoher Mobilität, wo die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen. In anderen Worten: Die Architektur muss – wie die Ergonomie – den Menschen dabei helfen, Wohlbefinden in Körper, Geist und Seele zu erlangen

„Das Geheimnis ist, stets die Menschen, unser Leben und das, was wir tun, im Auge zu behalten. Ich bezeichne Design gern als einen Prozess, der für die Sinne offen und empfänglich sein muss. Nur wenn wir uns unserer fünf Sinne voll bewusst sind, können wir als Architekten und Designer Umgebungen schaffen, die auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen. Und somit sind diese Umgebungen aus ergonomischer Sicht auch automatisch gute Umgebungen.“

UMWELTTRENDS
„KLEINE PAUSEN UND KURZE ERHOLUNGSPHASEN IM LAUF DES TAGES SIND ENTSCHEIDEND FÜR IHR WOHLBEFINDEN.“

UMWELTTRENDS

STEFAN NILSSON – EINER DER FÜHRENDEN TRENDEXPERTEN SCHWEDENS – IST IMMER AM PULS DER ZEIT. ERFAHREN SIE SEINE SICHT AUF DIE ENTWICKLUNGEN IN DER ERGONOMIE.

Trends und Ergonomie scheinen vielleicht nicht gerade die offensichtlichste Kombination zu sein. Wir betrachten Trends gern als Kurzzeitlösungen und Ergonomie als die Vereinigung von Effizienz und Wohlbefinden im Büro. Aber auch Entwicklungen in der Ergonomie folgen dem Geist der Zeit.

Aus historischer Sicht hat sich das Büro verändert. Nach dem ersten Weltkrieg gab es die ersten Lösungen für das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine. In den 1970er Jahren kamen die ersten ergonomischen Stühle auf den Markt. In den 1990er Jahren waren es die Computer und um die Jahrtausendwende herum explodierten die Angebote für mobile Lösungen.

Zurzeit gibt es viele größere Trends zu beobachten. Zunächst ist da der Gesundheitstrend, der im Jahr 2015 regelrecht explodiert ist. Plötzlich musste alle Welt in der Mittagspause Laufen gehen und die Vorgesetzten sprachen auf einmal davon, wie wichtig Fitness und Bewegung sind. Um mehr Bewegung zu fördern, wurden Büros umgestaltet und Arbeitsumfelder mit Möbeln ausgestattet, deren Polstermaterialien an Sportkleidung erinnern.

Für Anti-Konsum und umweltbewusstes Denken war 2015 das Jahr des Durchbruchs. Einer der weltweit einflussreichsten Vertreter in der Design-Welt ist Daniel Charny. Er ist der Ansicht, dass wir uns hin zu einer Welt bewegen, in der wir alle stärker in die Produktion von Produkten involviert sind. Dies soll uns ein Gefühl stärkerer Einbindung vermitteln – insbesondere durch Recycling. Er nennt diese Bewegung „Makers & Fixers“ (Selbermacher & Reparierer). Alles wird selbst gemacht und somit stellt diese Bewegung das Gegenteil von „Massenproduktion“ und „schnellen Lösungen“ dar.

Dies ist eine Richtung, die dem Trend zur Personalisierung zu zuordnen ist, wo alles individuell und umweltfreundlich sein soll. Wenn Sie sich an der Einrichtung Ihres Arbeitsumfelds beteiligt haben, werden sich sowohl Ihr Befinden als auch Ihre Leistung steigern. Wenn Sie sonst gar nichts tun, sollten Sie sich wenigstens in der Mittagspause körperlich betätigen.

KINNARPS NEXT OFFICE™

Heute ist Arbeit nichts, wo man hingeht. Heute ist Arbeit das, was man tut. Die Arbeitsmethoden ändern sich zusammen mit der sich verändernden Technologie und traditionelle Arbeitsplätze machen Platz für neue. Next Office ist Kinnarps Ansatz für zukünftige Arbeitsumfelder. Die Konzepte, wovon eine mögliche Lösung ABW (= Activity Based Working, dt. aktivitätsbasiertes Arbeiten) darstellt, bauen auf unserer Auswertung der Forschungsergebnisse und der Erkenntnisse auf, anhand derer wir neue Lösungen für den Arbeitsplatz der Zukunft entwickeln. Bei der ABW-Methode ist das aktivitätsgesteuerte Arbeitsumfeld auf die jeweilige tatsächliche Tätigkeit zugeschnitten und der persönliche Arbeitsplatz wird durch flexible, funktionale und stimulierende Umfelder ersetzt, die unterschiedliche Aufgaben unterstützen. Der Anteil aktivitätsbasierten Arbeitens hängt von der Organisationsstruktur und den Mitarbeitern eines jeden Unternehmens ab.

Ein normaler Arbeitstag beinhaltet viele unterschiedliche Aufgaben. Die modernen Technologien von heute ermöglichen die Erledigung dieser Aufgaben in verschiedenen Umgebungen, innerhalb und außerhalb des Büros. Wenn wir es einst gewohnt waren, zur Arbeit zu gehen, nehmen wir jetzt unsere Arbeit überall mit hin.

Die persönlichen Bürotische können zugunsten unterschiedlicher standortunabhängiger Arbeitsräume ent-fernt werden. Kleine ruhige Räume befinden sich entlang großer Bürolandschaften mit lebhaften Gesprächen. Besprechungsräume in verschiedenen Größen können direkt an eine Lounge mit entspannter Atmosphäre angrenzen und bieten das nötige Ambiente für spontane Treffen.

Die Next Office-Philosophie basiert auf einer ganzheitlichen Perspektive, bei der alles von Möblierung bis Schall, Licht, Farbe, Klimatisierung und Technologie einbezogen wird und jede Komponente einen entscheidenden Teil des erfolgreichen Ganzen darstellt.

Next Office-ABW bietet sehr viele Vorzüge. Geringere Raumkosten dank effektiver Ausnutzung der vorhandenen Flächen. Ein nachhaltigeres und anpassbareres Büro für viele Jahre. Mehr Kreativität. Und nicht zuletzt ein gesteigertes Wohlbefinden der Mitarbeiter, die die Möglichkeit haben, zwischen vielen ergonomischen Umgebungen zu wechseln – die an die jeweiligen Aufgaben vollständig angepasst sind!

KINNARPS NEXT OFFICE™
1

STEHEN SIE AUF – FÜR IHRE GESUNDHEIT!

Die meisten Menschen sitzen bewegungsärmer, als es ihnen gut tut. Höhenverstellbare Tische sind ein guter Anfang, um etwas dagegen zu tun. Regelmäßiges Wechseln zwischen Sitzen und Stehen ist dabei wichtig, damit Ihnen der Tisch nutzt. Ab und zu für zehn Minuten aufzustehen mag vielleicht als nicht besonders viel erscheinen, doch bringt es dem Körper schon viel. Stehen Sie auf, bevor Ihre Schultern und Ihre Halswirbelsäule sie daran erinnern, wie wichtig das ist.

2

LEGEN SIE EINE AKTIVE PAUSE EIN

Eine kurze Pause alle halbe Stunde ist der erste Schritt zu einem gesünderen Leben. Doch eine Pause einlegen ist nicht dasselbe wie sich passiv auszuruhen. Ganz im Gegenteil. Sie sollten sich lieber etwas bewegen, wenn Sie eine Pause machen. Leichte Muskelbewegung löst viele positive Prozesse im Körper aus.

3

KOPF HOCH!

Wir verbringen täglich (zu) viel Zeit vor einem Bildschirm. Das Problem ist nicht der Bildschirm, sondern die einseitige schwere Belastung, der wir unseren Nacken aussetzen, wenn wir den Blick auf Smartphone, Tablet und Laptop senken. Dies kann Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich hervorrufen, aber auch zu Müdigkeit, Verspannungen und Kopfschmerzen führen. Hier ist die beste Empfehlung, ab und zu mal eine Auszeit von diesen technischen Geräten zu nehmen. Ist dies nicht möglich, können sie schon viel bewirken, wenn Sie Ihren Kopf etwas höher heben, um die Belastung des Nackens zu verringern und eine bessere Haltung einzunehmen.

4

SIE KÖNNEN DURCHAUS SITZEN, ABER SITZEN SIE BLOß NICHT STILL

Fällt Ihnen Stillsitzen schwer? Herzlichen Glückwunsch! Denn am besten sitzen Sie, wenn das Sitzen Variation, Bewegung und Aktivität beinhaltet. Deshalb ist ein Bürodrehstuhl von Vorteil, denn er folgt den Bewegungen Ihres Körpers statt umgekehrt. Er lässt sich einfach an Sie anpassen und bietet so viele verschiedene Sitzhaltungen wie möglich.

5

UND DAS, WAS MAN NICHT SEHEN KANN

Unsichtbarer Schall und Licht haben mehr Einfluss auf Sie als Sie glauben. Schall und Licht sind sehr wichtige Elemente der Arbeitsplatzplanung, auf der Einzelne kaum Einfluss hat. Dennoch gibt es ein paar nützliche Tipps, wie Sie Ihre Umgebung verbessern können. Was den Schall betrifft, ist sorgfältige Überlegung ein guter Anfang. Eine leise geführte Konversation ist weniger störend. Am Telefon sprechen wir tendenziell lauter, als nötig ist. Wenn möglich, führen Sie längere Gespräche etwas abseits.Wenn der Körper zu wenig Licht erhält, schüttet er Melatonin aus, das Sie müde macht. Eine angemessene, richtige Beleuchtung ist also eine gute Idee, wenn Sie gut durch den Tag kommen und sich ein „sonniges“ Gemüt bewahren wollen. Achten Sie darauf, dass Sie die Möglichkeit haben, Ihren Lichtbedarf selbst zu regulieren – zum Beispiel mit zusätzlichen Lampen.

Fields
LASSEN SIE DAS LICHT DIE ARBEIT ERLEDIGEN
DIE STILLE REVOLUTION

FIELDS

Die modular aufgebaute flexible Möbelserie „Fields“ ist einer der Eckpfeiler des Konzepts „Next Office™ - Activity Based Working“. „Fields“ schafft Gelegenheiten für die individuelle Anpassung von Arbeitsplätzen, um den unterschiedlichen Eigenschaften und Bedürfnissen aller Mitarbeiter gerecht zu werden. Wir haben mit Olle Gyllang, Designstratege bei Propeller Design, gesprochen:

WIE IST DIE IDEE FÜR „FIELDS“ ENTSTANDEN?
„Das ‚Fields’-Konzept baut auf den genauen Analysen und Strategien von Kinnarps auf. Als wir in das Projekt einstiegen, stand das Ziel bereits fest. Meine Aufgabe war es, zusammen mit dem Team bei Kinnarps eine Lösung für einen bereits identifizierten Bedarf zu finden.“

WAS WAR IHRE IDEE HINTER DEM DESIGN?
„Ein Großteil der Entwicklungsarbeit für ‚Fields’ bestand darin, gute Bedingungen für verschiedene Arbeits- und Tätigkeitstypen zu schaffen: Zum Beispiel räumliche Rückzugsmöglichkeiten für selbstständiges Arbeiten ohne Ablenkung, für kurze ruhige Auszeiten oder auch für Besprechungen in kleinen Gruppen. Vom Privaten zum Geselligen, wo sowohl der Einzelne als auch Gruppen den Platz finden, den sie benötigen. Das Konzept sieht also eine Vielzahl von Modulen und Funktionen vor, wobei alle Teile untereinander kombiniert werden können, um Möblierung an die Wünsche des Kunden anzupassen.“

WIE RICHTET MAN EIN BÜRO AM BESTEN MIT „FIELDS“ EIN?
„So, wie ich es sehe, haben wir die Bausteine und Möglichkeiten für den Architekten geschaffen, um basierend auf Raum, Bedarf und Kontext ein gut funktionierendes Umfeld zu entwerfen, das viel Abwechslung bei Ausdruck und Nutzung bietet.“

LASSEN SIE DAS LICHT DIE ARBEIT ERLEDIGEN

DER MENSCHLICHE KÖRPER WIRD VON SEINER INNEREN BIOLOGISCHEN UHR GESTEUERT – UND DIESE WIEDERUM  VOM LICHT. BELEUCHTUNG UND BELEUCHTUNGSEINSTELLUNGEN SIND WICHTIG FÜR UNS, DA WIR IM SCHNITT 90 % UNSERER WACHZEIT IN GEBÄUDEN VERBRINGEN.

LICHT HAT WEITREICHENDE AUSWIRKUNGEN auf uns Menschen. In erster Linie natürlich auf unser Sehvermögen, aber auch auf unsere Stimmung und Aktivität. Der menschliche Tagesrhythmus ist an die Sonne angepasst. Tagsüber sind wir wach und leistungsfähiger, nachts erholen wir uns im Schlaf.

GLÜHBIRNE, LEUCHTSTOFFRÖHRE ODER LED?
Unsere Reaktion auf Licht ist an die Lichtintensität und Farbtemperatur gebunden. Daher sind die Eigenschaften und Qualität des künstlichen Lichts um uns herum von großer Bedeutung. Glühbirnen bieten das gesamte Lichtwellenspektrum wie beim natürlichen Tageslicht, sind aber eine äußerst ineffiziente Lichtquelle. Leuchtstoffröhren haben ein anderes Lichtspektrum und daher nicht die gleiche Auswirkung auf unser Lichtbedürfnis. Manche Lichtquellen sind anfälliger gegenüber Wechselstrom, d. h., sie erzeugen ein unterschwelliges Flackern, das Kopfschmerzen und Stressempfinden auslösen kann.

Die neuen LED sind eine gute Alternative, denn sie sind energieeffizient und haben eine sehr gute Farbwiedergabe bei geringem unterschwelligem Flackern. Bei der Wahl von LED-Lampen ist Vorsicht geboten, da es erhebliche Qualitätsunterschiede geben kann.

HUMAN CENTRIC LIGHTING – BIOLOGISCH WIRKSAMES LICHT
Beleuchtung hat auch nicht sichtbare Effekte. Human Centric Lighting wird auch dynamisches Licht genannt, da Lichtintensität und Lichtfarbe an den Tagesverlauf angepasst werden können. Dadurch kann der menschlichen Tagesrhythmus unterstützt, die Konzentration gesteigert, Schlafstörungen verhindert und das allgemeine Wohlbefinden verbessert werden. In Schulen, Hochschulen, Büros und Krankenhäusern können derartige Lösungen für mehr Energie und Motivation bei Schülern und Studenten bzw. Personal und Patienten sorgen. In Ländern mit wenig Tageslicht in den Wintermonaten können mit anpassbaren Lichttemperaturen Winterdepressionen und andere saisonal bedingte Krankheiten reduziert werden.

TORBJÖRN LAIKES GUTE RATSCHLÄGE FÜR EIN GEEIGNETES LICHTUMFELD AM ARBEITSPLATZ.

 
NATÜRLICHES TAGESLICHT IST IMMER NOCH DIE BESTE LICHTQUELLE
Fenster sind die mit Abstand beste Lichtquelle, die man haben kann. Tageslicht kann durch keine andere Lichtquelle vollständig ersetzt werden.

VIEL LICHT OHNE ZU BLENDEN
Am besten ist indirektes Licht, das über Wände und Decke geführt wird. Ein grelle Lampe kann sich direkt negativ auf den Körper auswirken, da wir intensivem Licht instinktiv ausweichen und dadurch (unbewusst) eine falsche Arbeitsposition einnehmen.

LICHTQUELLEN MISCHEN
Leuchtstoffröhren erzeugen ein allgemein gutes Licht. Kombinieren Sie diese mit engstrahligen Diodenlampen, mit denen Sie den Raum mit Skulpturen aus Licht und Schatten gestalten können.

RICHTIGE BELEUCHTUNG
Gute Leuchtkörper verfügen über Reflektoren, um Blendwirkungen von Anfang an zu vermeiden. Die Lichtquelle sollte also direkt hinter dem Arbeitsplatz an der Decke hängend angebracht sein, damit sie als indirekte Beleuchtung weder blendet, noch auf Bildschirmen Reflektionen erzeugt.

INDIVIDUELL BELEUCHTEN
Menschen haben unterschiedliche Beleuchtungsbedürfnisse. Die persönlichen Lichtbedürfnisse regulieren zu können, ist von großer Bedeutung. Manchmal ist es schon mit einer Schreibtischlampe getan.

DAS ALTER SPIELT EINE ROLLE
Besonders für junge Menschen ist Licht von großer Bedeutung, da schlechte Beleuchtung zu Kurzsichtigkeit führen kann. In der Altersgruppe ab 40 wird der Zusammenhang zwischen gutem Sehen und Licht zunehmend wichtiger. Ein erhöhter Lichtbedarf ist in dieser Altersgruppe allgemein bekannt.

DIE STILLE REVOLUTION

Schall ist ein wichtiger Bestandteil der Ergonomie, der oft vernachlässigt wird, da man ihn weder sehen noch anfassen kann. Lisbeth Forsberg, Akustikspezialistin bei Kinnarps, glaubt, dass es an der Zeit ist, ein paar Dinge zum Thema Schall anzusprechen.

Nicht jeder Schall ist Lärm, aber auch absolute Stille ist nur selten zu empfehlen. Vielmehr sind manche Geräusche gewollt und auch erforderlich, um so gut wie möglich hören zu können. Der Umstand, dass wir unterschiedlich empfindlich auf Schall reagieren und Schall extrem unterschiedlich wahrnehmen, ist einer der Faktoren, die Schall innerhalb einer ganzheitlichen Ergonomie zu einem komplexen Thema machen.

„Es ist bekannt, dass Schall unsere Leistungsfähigkeit beeinträchtigt und neben Stress, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten auch körperliche Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich auslösen kann. Gleichzeitig ist aber auch klar, dass Schall unvermeidbarer Bestandteil von Arbeitsplätzen ist.“

LÄRM AUSSPERREN
Hinsichtlich der akustischen Umgebung kann viel getan werden, wenn man sich ihrer bewusst ist und weiß, wie sie auf uns wirkt. Für ein gutes Arbeitsumfeld sind unterschiedliche Schallbereiche am besten geeignet. Dabei sollten mobile Schallabsorber eine wichtige Rolle spielen.

„Der Vorteil von Stellwänden – neben ihren schalldämpfenden Eigenschaften – ist, dass sie das Büro flexibler und anpassbar an neue Anforderungen machen“, erläutert Forsberg. Besonderer Augenmerk sollte auf die Abschirmung von den Bereichen um Anlagen und Maschinen herum gelegt werden, die Lärm, wie Summ-und Brummgeräusche verursachen oder auch nur einen geringfügig höheren Schallpegel haben. Sichtblenden zwischen den Arbeitsplätzen dämpfen den Schall in offenen Bürolandschaften, ohne dabei auf die Vorteile von mehr Nähe und Kommunikation zu verzichten.

„Im Lauf der Jahre habe ich viele Beispiele erlebt, wo die Schallergonomie von Arbeitsumfeldern vollständig vernachlässigt worden ist. Inzwischen sehe viele positive Anzeichen dafür, dass sich die Dinge in diesem Bereich in die richtige Richtung entwickeln. Es ist eine Art ‚Stille Revolution’ im Gange.“

Es geht um Menschen.